Over the clouds

 

Vor 2 Tagen war es endlich soweit, mein Rucksack mit einem Füllvolumen von 70l war gepackt und mein Handgepäck auch.

 

Ich war ein bisschen überfordert mit dem packen, und hatte immer die Frage im Hinterkopf, was ich denn nun wirklich benötige und was nicht doch eventuell sinnloses Übergepäck ist. Letztendlich denke ich, dass ich vermutlich doch etwas zu viel eingepackt habe. Andererseits besteht auch die Hälfte meines Gepäcks aus Medikamenten und Gastgeschenken. Man fühlt sich wie eine wandelnde Apotheke.

 

Am 4.8. ging es für mich früh um 5 los nach Berlin, da ich von dort einen Zubringerflug nach Frankfurt am Main hatte. Früh um 4 kamen dann noch 2 Freundinnen, um mich zu verabschieden und kurz nach neun hieß es es dann, von der Familie Abschied nehmen und ich bin dann mit gemischten Gefühlen in den Flieger gestiegen. Zum einen die Traurigkeit seine Familie für ein Jahr hinter sich zu lassen und zum anderen auch die Vorfreude die anderen Freiwilligen wiederzusehen, die ich schon auf den Vorbereitungsseminaren kennenlernte.

 

Wir flogen dann also nach Frankfurt am Main, dort haben wir uns dann alle wiedergesehen, wir mehr als 50 Freiwillige.

 

Kurz nach 13 Uhr ging dann unser Flug, direkt nach Bangalore, die Hauptstadt von dem Bundesstaat Karnataka. Gegen 2 Uhr Nachts kamen wir dann da an und waren nach etwas warten gegen 5 im Hostel und konnten dann noch ein wenig schlafen, bis es dann um 9 Frühstück gab.

 

Wir hatten dann einen Tag in Bangalore, da wir erst Abends gegen 10 mit dem Bus weiter an die Westküste nach Kundapur gefahren sind.

 

Schon zum Frühstück gab es sehr scharfes Essen, was doch etwas gewöhnungsbedürftig ist, doch wider erwarten war die beiden anderen Mahlzeiten weniger scharf. An dem Tag durften wir uns frei in Bangalore bewegen und mussten nur zu den Mahlzeiten am Hostel sein.

 

An dem Tag in Bangalore waren wir in dem botanischen Garten, nahe unseres Hostels. Nach dem Mittagessen sind wir dann ein bisschen durch die Straßen Bangalores gelaufen und es erfordert doch ziemliche Überwindungskraft, über die Straße zu laufen, zumal diese sehr befahren sind und es so gut wie keine Ampel gibt, zumindest in den Teilen der Stadt, in denen wir uns bewegten. Aber man kann darauf vertrauen, dass dir die Menschen ausweichen und dich nicht überfahren. Dadurch wirkt der Verkehr ziemlich chaotisch aber doch irgendwie geordnet. Wir wollten eigentlich zu einem Tempel, den wir aber nicht gefunden haben und als wir nochmal am botanischen Garten vorbei gelaufen sind, haben wir beschlossen, da nochmal reinzugehen, unter anderem wegen der besseren Luft im Park. Also verbrachten wir so ziemlich den ganzen Tag im botanischen Garten. :D

 

Abends um halb 10 sind wir dann in den Bus gestiegen, um Richtung Bangalore zu fahren, die Fahrt dauerte insgesamt rund 10 Stunden und war ziemlich geprägt durch doch sehr unterschiedliche Gerüche und man ist durch die Geschwindigkeitsbegrenzungshuckel und durch einige Schlaglöcher nicht wirklich zum schlafen gekommen und mir war nach einiger Zeit dann auch ziemlich übel.

 

Umso froher war ich dann darüber, in Kundapur angekommen zu sein. Zum nächsten Überraschen fing es gerade als wir ausgestiegen sind an zu regnen. Schnell wurde es immer doller und letztendlich war ca. die Hälfte von uns komplett Nass als wir in unseren Zimmern ankamen. Den restlichen Tag hatten wir dann nun Frei und konnten uns auf dem Gelände etwas umsehen und den Tag genießen.

 

 

 

 

 

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