Examenwoche

Diese Woche war Zeit für die Examen, natürlich nicht für mich sondern für die Kinder an meiner Schule. Innerhalb von 5 Tagen werden alle Fächer abgefragt. Vergleichbar also mit dem Abitur in Deutschland... denkt man. Was die Fächer angeht mag das stimmen, aber es ist weit einfacher, als man sich das ganze eventuell vorstellt. In der Woche davor bekommen die Kinder in dem jeweiligen Fach die Antworten für die Examen und nun heißt es wirklich nur, das ganze stur auswendig zu lernen. Anwendungsaufgaben... Fehlanzeige, egal in welcher Klassentstufe. Das macht das ganze, zumindest aus meiner Sicht, verdammt einfach.

An einem Tag (dem Montag) habe ich ein Examen als 2. Aufsicht begleitet und war sehr überrascht, aber nicht weil es etwa so ruhig ist und alle Kinder leise ihr Examen ausfüllen, nein, sondern weil alle miteinander reden. Im Herr Sidorkin style also (für diejenigen, die ihn kennen). Nur das es mir nicht ganz so egal war und ich die Kinder mehrmals ermahnte Still zu sein und ihre eigene Arbeit und nicht die der anderen auszufüllen. Letztendlich funktionierte das auch, dennoch ging ich danach kopfschüttelnd und ziemlich empört, aber mit einem breiten Grinsen aufgrund meiner Fassungslosigkeit, aus dem Raum raus.

Dienstag hieß es, was hier ja nicht ungewöhnlich ist,  Feiertag. So beschlossen wir wieder nach Gurupura zu fahren. Zu essen gab es diesmal Momos und eine Art chinesische Nudeln, beides sehr lecker.

Mittwoch war ich nur halbtags in der Schule, denn abends machte ich mich auf den Weg nach Pondicherry. Die nächsten 2 Tage ging es dann noch in Fabians Projekt (Sristi Village Foundation).

Freitag abend ging es dann in die Stadt der Morgenröte.