Projektwechsel?

Projektwechsel? - sofort denkt man an einen endgültigen Projektwechsel. Man kann in einer gewissen Weise schon sagen, dass ich das Projekt gewechselt habe. Allerdings nicht für lange Dauer, sondern nur für eine Woche. Da ich Schulferien habe, Fabian diese aber nicht hat, habe ich eine Woche mit bei Fabian und Hagen im Agricultureprojekt geholfen. Meine Woche bestand also daraus, Erde in Schüsseln hin und her zu schaffen, um Spinatfelder anzulegen, mühselig Löcher in viel zu harter Erde zu buddeln, was fast unmöglich war, um Palmen einzupflanzen und mich etwas mit den Dorfbewohnern zu beschäftigen, in der Zeit, in der wir gerade nichts zu tun hatten. Und auch wenn die Aufgaben für den ein oder anderen vielleicht nicht so toll klingen, hat es mir sehr viel Spaß gemacht. Denn ich war nicht nur froh in Pondicherry zu sein, sondern war ich ebenso froh, mich endlich mal körperlich betätigen zu können, da ich hier noch nicht wirklich eine Möglichkeit gefunden habe, Sport zu betreiben. Ich hoffe das ändert sich in Zukunft noch.

Wir waren allerdings nicht die ganze Woche im Projekt, denn dieses Wochenende ist das Desara Festival, was in Mysore wohl sehr groß gefeiert wird. Deswegen haben wir uns Donnerstagabend auf den Weg nach Mysore gemacht. Den ganzen Weg bestritten wir in dem günstigsten Semisleeper, den Fabian gefunden hatte und dementsprechend waren auch die Bedingungen im Bus. Aber wir haben die Nacht überstanden und man kann auch günstig reisen, auch wenn es nicht die komfortabelste Methode ist. Für einige Male stellt das überhaupt kein Problem dar.

Heute morgen erreichten wir Mysore und begannen damit, unser Hostel zu suchen, was mit GoogleMaps in Indien sehr interessant ist. Von dem Zimmer waren wir ziemlich schockiert, da wir für die Verhältnisse, die im Bad herrschten, zu viel Geld bezahlten. Man stellt es sich jetzt vermutlich schlimmer vor, als es war... Das Bad war an sich benutzbar, nur war es nicht sonderlich sauber. Das Zimmer hingegen war in Ordnung. Nachmittags stellte ich Fabian noch Adil vor und um nicht die ganze Zeit bei Adil zu sitzen, gingen wir noch zu der St. Philomenas Cathedral. Auf dem Weg dahin gingen wir durch viele kleine Gassen und wurden von einer Familie Inder auf der Straße sehr herzlich und mit kleinen Snacks und einem kurzen Gespräch in Mysore willkommen geheißen.

Abends gingen wir noch in das Museum of Arts, wo ein paar Inder etwas Musik machten und ließen den Abend im Roof Top, einem Restaurant in Mysore, ausklingen.

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