Ab in den Süden

Wir hatten nun unsere FSL - Ferien, so beschlossen wir, eine Tour durch den Süden zu machen.

Zu aller erst, mal unsere Tour im Überlblick:

Madurai - Sayalgudi - Kanyakumari - Varkala - Alappuzha - Kochi


Begonnen haben wir unsere Tour also in Madurai. Madurai ist eine Stadt im südlicheren Tamil Nadu. Sehr früh am Morgen kamen wir an unserem Zielort an und mussten noch mindestens 2 Stunden warten, bis wir in unsere Unterkunft reingelassen wurden. In der Unterkunft angekommen, beschlossen wir, ersteinmal noch eine Schlafpause einzulegen.
Gegen Mittag haben wir uns dann auf den Weg gemacht, die Stadt zu erkunden. Wir begannen mit ein bisschen herumlaufen in der Stadt und besichtigten dort einen Tempel, den Sri Meenakshi Temple. Wir waren beide recht beeindruckt von dem Tempel und verbrachten dort auch einige Zeit. Nach dem Tempel sind wir einbisschen durch die Gassen von Madurai geirrt, bis wir den Palast von Madurai gefunden haben. Den fanden wir beide allerdings nicht besonders sehenswert.
Am Abend gönnten wir uns schließlich ein aus Madurai stammendes Getränk, so wurde es uns erzählt, den Jigharthanda. Ein sehr sehr leckeres und empfehlenswertes Getränk.
Bevor wir am nächsten Tag weitergefahren sind, waren wir noch in Ghandi Museum. Dies war sehr interessant. Leider wurden wir etwas durchgescheucht, weil wir erst kurz vor Schließung (0.5h-1h davor) in das Museum sind, man aber, wenn man sich alles anschauen möchte, definitiv mehr Zeit benötigt.
Dann machten wir uns auf die Suche nach einem Bus, der uns zu unserem nächsten Stop brachte.

Zu einer Unterkunft an einem Privatstrand in der Nähe von Sayalgudi. Dort kamen wir erst an, als es schon dunkel war und verbrachten auch nur eine Nacht dort. Wir hatten einen Privatcontainer direkt hinter der Düne am Meer. Als wir, bevor wir dort ankamen, ein Bild sahen, konnten wir nicht so direkt glauben, dass es dort wirklich so aussieht. Aber wir wurden sehr überrascht, denn es sah tatsächlich so aus. 

Am Morgen konnten wir uns dazu aufraffen, so früh aufzustehen, dass wir den Sonnenaufgang genießen konnten und dann noch im Meer Baden waren. Viel machen kann man da allerdings nicht, denn dort ist wortwörtlich nichts, außer Sonne, Strand und Meer. Aber es ist ein wunderbarer Ort, um die Seele baumeln zu lassen und Abstand von dem Lärm und der hektischen Stadt zu gewinnen.

Die Gastgeber waren sehr sehr freundlich. Sie brachten uns dann auch zur nächstgrößeren Stadt, von wo wir dann den Bus Richtung Kanyakumari nahmen. Dem südlichsten Punkt von Indien.

Sayalgudi private beach (Hidden Paradise)
Sayalgudi private beach (Hidden Paradise)
Sunrise Sayalgudi
Sunrise Sayalgudi

Bevor wir in Kanyakumari ankamen, verbrachten wir praktisch den gesamten Tag im Bus. In Kanyakumari kamen wir an, kurz bevor es dunkel wurde. 

Ein Hostel fanden wir nach unserer Ankunft erstaunlicherweise recht schnell. Zum Glück haben wir den Mann auf dem Straße, in dessen Hostel wir geschlafen haben, nicht sofort abgewiesen :D 

Am Abend sind wir dann nochmal zum Meer runtergelaufen und waren noch in einem kleinen Tempel, relativ nah an der Küste.

Am nächsten Morgen haben wir auf den Sonnenaufgang, der dort spektakulär sein soll und für den sogar geworben wird, verzichtet. Aber die Fahrt mit der Fähre zum Vivekananda Rock Memorial haben wir uns nicht entgehen lassen. Nach einer ganzen Weile anstehen, befanden wir uns auch endlich auf der Fähre. Das Vivekananda Rock Memorial ist eine kleine Insel vor der Südspitze Indiens, mit ebenfalls einem Tempel. Und man kann ebenfalls die Thiruvalluvar Statue sehen, welche zu unserem Besichtigungszeitpunkt allerdings unter einem Gerüst stand.

Relativ direkt nach dem Ausflug setzten wir uns wieder in einen Bus und fuhren nach Varkala.

Südlichster Punkt Indiens
Südlichster Punkt Indiens

Weiter ging es also nach Varkala. Und wen wundert es, auch da kamen wir erst Abends an und suchten als erstes unser Guesthouse. Nachdem wir dies fanden gingen wir nochmal zur Küste und liefen etwas an der Promenade entlang. Und was mir zu dem Zeitpunkt schon auffiel, es war alles viel zu westlich und man sah in den Restaurants nur Weiße. Und noch dazu, die meisten einfach mehr als unpassend gekleidet, mit Top und kurzer Hose.

Am nächsten Morgen beschlossen wir, in so einem Restaurant zu Frühstücken und es war schon sehr lecker, und einfach mal etwas anderes.

Nach dem Frühstück gingen wir an der Promenade zum Strand hinunter. Und wieder, alle viel zu unpassend gekleidet :,D 

Als wir wieder zurück sind, fuhren wir ein Stück weiter in den Norden von Varkala, wo wir auch sehr schöne Orte fanden und auch in einem kleineren Gewässer (Anfang der Backwaters) neben dem Meer Baden gingen. Und ich war froh, mich dazu entschlossen zu haben in T-Shirt schwimmen zu gehen. Diesen Tag genoss ich sehr. Am Abend suchten wir uns noch einen schönen Ort für den Sonnenuntergang. 

Nachdem die Sonne untergegangen war, sind wir zurück zur Promenade gefahren und haben uns ein sehr schönes, aber auch teures Abendessen gegönnt. Wir sind in ein Restaurant und haben eine Fischplatte mit Hummer, Krabbe und Shrimps gegessen.


Am nächsten morgen ging es schon früh mit dem Zug weiter nach Allapuzha. Dort kamen wir am frühen Nachmittag an und mussten uns, wie immer, erstmal eine Unterkunft suchen. Dabei lernten wir noch einen ganz coolen Schweizer kennen.

Nachdem dies getan war, gingen wir etwas in die City von Allapuzha und trafen durch Zufall auf unserem Rückweg Abends ins Guesthouse einen Inder, der uns eine Backwaters Tour, für einen sehr akteptablen Preis anbot. Im Gegensatz zu vielen anderen Angeboten. Später entschieden wir uns, diese mit ihm am nächsten Tag zu machen. 

So waren wir am nächsten Tag fast zur verabredeten Zeit am Treffpunkt.

In dem Preis enthalten war ein Bootstour mit einem Bootsführer, welcher paddelte und sowohl Frühstück als auch Mittag bei der Familie des Bootsführers.

Der Tag war unheimlich schön und extrem entspannend. Sich einfach in einem Kahn übers Wasser treiben lassen und die Backwaters bewundern.

Nun ging es am Morgen mit dem Bus zu unserem letzten Stop, nach Kochi. 

Nachmittags kamen wir in unserem Hostel in Kochi an und blieben dort bis Abends und beschlossen, dann noch ins Kino zu fahren. So sind wir in einen anderen Stadtteil in eine Mall gefahren, und haben uns dort im Kino mit leckerem Karamell Popcorn Geostorm angeschaut. In den Film sind wir sogar kostenlos reingekommen, weil uns an der Kasse ein Inder angesprochen hat, der noch 2 Karten übrig hatte und uns mit in den Film nahm. Als wir wieder aus dem Kino rauskamen, war ich ziemlich überwältigt von der Mall, weil in der obersten Etage ein kleiner Freizeitpark steht, mit Kettenkarussel, Achterbahn usw. 

Am Morgen waren wir noch in Fort Kochi an der Küste. Unteranderem haben wir zugeschaut, wie Fischernetze ins Wasser gelassen und wieder herausgeholt wurden. Und dann liefen wir noch ein bisschen durch die Altstadt von Kochi.

Abends ging es dann aber auch schon wieder mit dem Zug, und nur einem Schlafplatz für 2, nach Bangalore. Aber wir hatten Glück, weil eine Gruppe einen Platz nicht benötigte.

Und damit war unser Urlaub auch schon wieder vorbei.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0