With Heart and Soul

Lange habe ich meinen Blog nicht weitergeführt, aber dazu muss ich sagen, dass in den letzten 3 Monaten auch nicht so sonderlich viel passiert ist. 

Denn in gewisser Hinsicht, ist Alltag immer noch Alltag und da ist es egal, wo auf der Erde man sich befindet und inwiefern sich der Alltag unterscheidet.

Ich möchte dennoch einmal updaten wie es mir hier mittlerweile geht und wie mein Alltag hier aussieht.



Ich muss leider sagen, dass ich es Anfangs in Indien nicht so einfach hatte wie gedacht. Ich dachte ich komme besser zurecht. Meine anfänglichen Schwierigkeiten, und die haben sich sehr gezogen, lagen zum Großteil vermutlich am Projekt (an beiden!) aber auch an den anderen Lebensbedingungen und Verhaltensweisen.

Dadurch das ich nach Monat 3 das Projekt wechselte, wurde ich nochmal in eine komplett neue Umgebung geworfen, in der sich dann neue und andere Probleme offenbarten. Das machte es mir auch schwierig endlich richtig anzukommen.

Bevor wir nach Indien kamen, hörte ich einige Male: "Entweder man hasst Indien oder man liebt es." Das man dazwischen liegt wäre wohl eher seltener.

Ich konnte mir lange Zeit, und damit meine ich 6 Monate, nicht vorstellen, dass ich Indien lieben könnte. Mittlerweile habe ich Indien sehr in mein Herz geschlossen! <3

Viele empfundene negativen Seiten, sind nicht mehr negativ, sondern einfach Teil einer anderen Kultur, die man so hinnehmen sollte wie sie sind und die Andersartigkeit genießen sollte.

Ich kann meine Zeit hier mittlerweile sehr genießen und es ist zu bedauern, dass die mir verbleibende Zeit nur noch so kurz ist. Aber das ist ein Grund mehr, jede Sekunde in sich aufzusaugen.

Das letzte mal wirkliche Traurigkeit, an die ich mich erinnern kann, war vor wenigen Wochen, als ich meine Buchungsnummer für den Flieger suchte und realisierte, dass wir Indien nicht all zu bald wieder verlassen werden.



Der Alltag in Indien ist jetzt auch mein Alltag geworden! 

Ich wache jeden Morgen gegen halb neun auf und gehe dann in die Familie um zu Frühstücken.

Gefrühstückt wird hier ausnahmslos herzhaft und oft auch Reis. Neben den vielseitigen Frühstücksreisgerichten, gibt es auch öfter mal Idly, Dosa und ganz selten sogar Chapati. Dazu immer ein Curry oder ein Chutney.

Gegen halb 10 darf ich mich dann unterwegs auf Arbeit machen. In meinem Projekt komme ich täglich gegen 11 Uhr an.

Dann beginnt meine Projektroutine. Seit ein paar Wochen füttere ich morgens immer alle Hunde mit einem Mix aus Trockenfutter und Hühnerbrühe und nach dem Mittag verbringe ich Zeit bei den Kaninchen. Zwischendurch helfe ich dem Tierarzt oder kümmere mich um die Puppies.


Eine Zeit lang hatte ich das Glück, eine andere Aufgabe gefunden zu haben und habe das äußere Gitter des Kaninchengeheges repariert. Dafür war ich dann auch mal durchaus länger im Projekt. 


Normalerweise verlassen wir unser Projekt zwischen halb und um 4 und fahren dann in die Stadt. In der Stadt haben wir im Devaraja Market einen indischen Freund, bei dem wir, wenn wir nicht gerade andere Sachen zu tun haben, unseren restlichen Nachmittag verbringen. 

Mein Zuhause erreiche ich meist zwischen um 7 und um 9. Und unser Abendbrot besteht eigentlich ausnahmslos aus Reis mit verschiedenen Sambas.



Ich bin wirklich froh, in Indien endlich angekommen zu sein und meine Liebe zu Indien gefunden zu haben.

Zurzeit freuen wir uns auf unsere Nordreise, welche wir vom 23.März bis 16.Juni machen werden.

Unsere Route wird folgende sein: 

Delhi - Dharamshala - Amritsar - Agra - Jaipur - Jaisalmer - Udaipur - Mumbai und dann zurück nach Mysore. 


Mittlerweile plane ich auch schon wann und wie ich am besten wieder zurück nach Indien kommen kann, obwohl ich noch nicht einmal weg bin. :D 


IN LOVE WITH INDIA <3

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Kommentare: 1
  • #1

    Kerstin (Dienstag, 20 März 2018 17:54)

    Such dir ein Studium, wo ein Auslandssemester in Indien möglich wäre